Meine 3 wichtigsten Werte in der Tierkommunikation: Authentizität, Bewusstsein, Empathie

Werte sind mir wichtig, persönlich und beruflich. Für wortbeflügelte Tierkommunikation sind diese drei Werte die wichtigsten: Authentizität, Bewusstsein und Empathie. Sie sind für mich die Basis jedes einzelnen Tiergesprächs.

Verbundenheit in Liebe und Freiheit – dafür stehe ich in meinen eigenen Beziehungen zu Tieren und in meiner Arbeit als Tierkommunikatorin. Welche Rolle meine Werte Authentizität, Bewusstsein und Empathie in wortbeflügelter Art der Tierkommunikation spielen und wie sie meine Tiergespräche jenseits des Mainstreams befördern, erfährst du in diesem Beitrag.

Mein Wert Nr. 1: Authentizität

Mir ist es wichtig, als die, die ich bin, ins Tiergespräch zu gehen.

Das mag zunächst selbstverständlich klingen, ist aber in Bezug auf die Tierkommunikation eine unkonventionelle Ansicht. Denn zuoberst steht unter Tierkommunikatorinnen gewöhnlich der Anspruch auf Objektivität. Auch ich habe damals in meiner Ausbildung gelernt, möglichst objektiv zu sein, am besten ein ‚reiner Kanal‘ für die Botschaften des Tieres, um ja nichts Eigenes ins Tiergespräch zu mischen. Doch in der Praxis funktioniert das kaum. Denn: Wer in der westlichen Welt schafft es schon, seinen Geist vollständig zu leeren?

Braucht man mediale Fähigkeiten, um Tierkommunikation zu praktizieren?

Ich ersetze den Anspruch auf Objektivität lieber durch den Wert Authentizität.

Natürlich bin ich als Tierkommunikatorin Kanal und Vermittlerin für die Botschaften der Tiere. Doch ich muss weder ein Medium sein noch meinen Geist wie ein Zen-Mönch leeren können, um mit Tieren zu sprechen, sondern nur auf ganz normale Gehirnfunktionen zurückgreifen.

Tiergespräche müssen zudem keine reinen Interviews sein, in dem ich nur vorgegebene Fragen stelle und mich ansonsten auf der zwischenmenschtierlichen Ebene ganz herausnehme. Denn dann könnte mein Gesprächstier nicht von all dem profitieren, was eine gute Vermittlerin ausmacht: meinem reichen Erfahrungsschatz aus unzähligen Tiergesprächen, meinem tiefgehenden Einfühlungsvermögen und meinen Stärken in der Gesprächsführung.

Außerdem kommen die Tiere nicht selten auch mit eigenen Ideen, Vorstellungen und Anliegen ins Tiergespräch. Darauf gehe ich gern ein, anstatt mich ausschließlich an deinen Fragenrahmen und mich ansonsten heraus zu halten. Mir ist es so wichtig, die Tiere zu Wort kommen zu lassen, dass ich dafür sogar extra Zeit im Tiergespräch einplane. Zum selben Preis für die ansonsten üblichen 60 Minuten Tiergespräch bekommt bei mir jedes Tier eine extra halbe Stunde, um sich über deine Fragen hinaus mitzuteilen. Denn Authentizität bedeutet für mich auch, dass ich echte Gespräche mit Tieren führe und nicht nur Frage-Antwort-Kommunikation. Das ist einer der Aspekte, die wortbeflügelte Tiergespräche anders machen als gewöhnliche Tiergespräche.

Im Dialog mit dem Tier

Mein Wert Authentizität lässt meine Tiergespräche offener, tiefgründiger, umfassender sein.

Wie jedes Gespräch besitzt auch das Tiergespräch immer eine Sach- und eine Beziehungsebene. Im Tiergespräch besteht die Beziehungsebene aus dem Tier, seinem Menschen und mir als vermittelnder Person. Der Gesprächsverlauf ist abhängig von uns allen dreien, auch von meiner Persönlichkeit und meinen kommunikativen Fähigkeiten.

Nicht anders als im zwischenmenschlichen Dialog fühlen sich Tiere mit einem herzlichen Gegenüber wohler, der individuell auf es einzugehen und eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre zu schaffen vermag. Auch Tiere öffnen sich leichter und tiefer, wenn sie einer authentischen und verständnisvollen Person begegnen. Mein persönlicher Erfahrungshorizont schafft genauso Verständnis wie meine beinahe zehnjährige Erfahrung als Tierkommunikatorin und zahlreiche Tiergespräche mit den verschiedensten Tierpersönlichkeiten. Die Themen, mit denen ich mich befasst habe, die Herausforderungen, die ich gemeistert habe und die Lebenserfahrungen, an denen ich gewachsen bin, können Anknüpfungspunkte für das Tier sein.

Warum sitzt du denn da nicht drauf? Ein Beispiel aus der Pferdewelt

Pferde sind für viele Menschen vor allem Reittiere. Das betrifft sowohl Reiter, aber auch Nicht-Pferdemenschen. Gehe ich mit meinem Pferd spazieren, werde ich immer wieder darauf angesprochen, warum ich denn nicht oben drauf sitze. Nehme ich also die grundlegende Auffassung, Pferde seien Reittiere, mit ins Tiergespräch, lasse ich unbewusst dem Pferd nicht allzu viel Raum zu zeigen, welch einzigartiger und wunderbarer Lebensbegleiter es für seinen Menschen jenseits der Reiterei sein kann. Das gleiche gilt übrigens umgekehrt: Ist eine Tierkommunikatorin davon überzeugt, ein Pferd zu reiten sei nicht mehr zeitgemäß in einer pferdefreundlichen Welt, bleibt dem Gesprächspferd nicht viel Möglichkeit, zu erklären, warum ihm Reiten mit seinem Menschen Freude macht. Die Tierkommunikatorin würde es aufgrund ihrer eigenen gefestigten Ansichten schlicht nicht verstehen.

So bringen viele Tierkommunikatorinnen zusammen mit dem Anspruch an Objektivität ihre eigenen Überzeugungen unbewusst mit ins Tiergespräch. Sie stecken den Rahmen ab, in dem sich das Tier äußern darf, und begrenzen die Möglichkeiten und Potenziale des Tiergesprächs. Und Tiere haben sehr, sehr feine Antennen dafür, was ankommt und was sie gar nicht erst äußern brauchen.

Tierkommunikation mit Gefühl

Meinen Gesprächstieren begegne ich mit Herz und Verstand.

Darf das denn sein? Nun, wenn wir objektiv sein wollen, haben Gefühle im Tiergespräch genauso wenig zu suchen wie eigene Ansichten. Doch Hand aufs Herz: Wer ist denn schon wirklich objektiv? Wir sehen alle die Welt durch die eigene Brille, abhängig von unserer Persönlichkeit und unseren Lebenserfahrungen. Das Bemühen um Objektivität ist also von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es macht den Raum für die Tierbotschaften nicht weiter, sondern enger. Und: Ohne Fein-Gefühl und Gespür kommt man in der Tierkommunikation nicht weit.

Eben weil ich mich nicht um eine falsche Objektivität bemühe, die in einem echten Dialog gar nicht möglich ist, gelingt es mir, gleichzeitig nahbar zu sein und mich persönlich zurückzunehmen. Meine Authentizität ermuntert die Tiere, sich ebenfalls in ihrer Persönlichkeit zu zeigen. Sie empfinden mich als liebevoll, ehrlich, glaubwürdig und offen. Sie fühlen sich sicher und akzeptiert, wie sie sind. Meine Authentizität bringt selbst in Tiergesprächen zu schweren Themen Leichtigkeit in den Gesprächsfluss, schafft eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre und ermutigt meine tierischen Gesprächspartner, sich zu öffnen. Denn sie erkennen mich als einen Gegenüber, der sie versteht, sich ehrlich für sie interessiert und bemüht ist, ihnen zu helfen.

Was Authentizität im Tiergespräch verändert

Nicht selten habe ich Kundinnen, die nach einem wortbeflügelten Tiergespräch positiv überrascht sind und mir verraten, dass ihr Tier bei anderen Tierkommunikatorinnen nicht gesprächsbereit war. Oder die erstaunt sind, wie tief sie ihrem Tier in einem wortbeflügelten Gesprächsprotokoll begegnen. Die dankbar sind, dass das Gespräch den Impulsen ihres Tieres gefolgt ist, weil ihre eigenen Fragen viel zu vage waren und gar nicht zum Pudels Kern vorgedrungen wären. Oder die erzählen, dass das Tier ganz nebenbei Fragen beantwortet hat, die sie gar nicht aufgeschrieben hatten.

Authentizität ist der Schlüssel zu tiefgründigen Tiergesprächen, die meine Spezialität sind.

Mein Wert Nr. 2: Bewusstsein

Doch wie nun schaffe ich es mit meinem Anspruch an Authentizität, nicht meine eigenen Ansichten, Gemütszustände oder Vorstellungen in meine Tiergespräche hineinzumischen?

Authentizität bedeutet nicht Vermischen mit Eigenem

Ich werfe erneut den Anspruch auf Objektivität über Bord und ersetze diesen Wert durch Bewusstsein. Bewusstsein ist ein immens wichtiger Wert in meiner Tierkommunikation.

Ich nehme bewusst eine professionelle Gesprächshaltung ein. Meinen persönlichen Erfahrunghorizont, meine Fähigkeiten und Stärken stelle ich in den Dienst von Tier und Mensch. Ich höre einfühlsam zu, gehe individuell auf das Tier ein, behalte nahbar den Überblick, leite zugewandt und erkläre auf eine Weise, die das Tier versteht. Doch meine persönlichen Themen und Herausforderungen, die mich gegenwärtig beschäftigen, lasse ich an der Pforte zum Tiergespräch zurück. Mit Bewusstsein kann ich entscheiden, worauf ich meinen Fokus lenke, was ich mitnehmen möchte ins Tiergespräch und was nicht.

Die magische Frage: Was ist bei mir selbst gerade los?

Vor jedem Tiergespräch nehme ich mir einen Moment Zeit, um mit mir selbst ‚einzuchecken‘. Achtsam gehe ich durch meinen Körper und nehme wahr, wie er sich gegenwärtig fühlt, ob und wo es Spannungen oder Schmerzen gibt. So kann ich später im Tiergespräch meine eigenen Beschwerden von denen des Tieres unterscheiden. Selbst wenn das Tier unter ähnlichen körperlichen Problemen leidet, werden unsere Empfindungen niemals hundertprozentig übereinstimmen. Indem ich mir meines eigenen Körpers bewusst werde, schärfe ich gleichzeitig meine Aufmerksamkeit für den Körper des Tieres – die körperliche Ebene ist präsent.

Auch meinen emotionalen Zustand schaue ich mir an. Ich schenke meinen Gefühlen Aufmerksamkeit und Raum. Nachdem sie gesehen und anerkannt wurden, können sie für die Dauer des Tiergesprächs in den Hintergrund treten.

Schließlich mache ich mir auf geistiger Ebene noch einmal bewusst, welche Themen mir gerade im Kopf herumgehen und entscheide, meine eigenen Gedanken für den Moment loszulassen und mich ihnen später wieder zuzuwenden. Das habe ich trainiert. Denn nun gilt meine volle Aufmerksamkeit dem Innenleben des Gesprächstieres.

Indem ich mir bewusst mache, wo ich selbst gegenwärtig körperlich, mental und emotional stehe, nehme ich eine Art von Beobachterposition ein, eine übergeordnete Perspektive. Diese Fähigkeit zum Perspektivwechsel kommt auch dem Tiergespräch zu Gute.

Tierkommunikation braucht Achtsamkeit – und ist zugleich eine Achtsamkeitspraxis

Diese einfachen Achtsamkeitstechniken helfen mir, mir meiner selbst bewusst zu werden und damit meine eigenen Themen von denen des Tieres abzugrenzen. Gleichzeitig bringe ich mich selbst in eine innere Balance, in der mein Wissen integriert ist und ich mit meiner Intuition verbunden bin. So gehe ich in eine starke Präsenz, in der ich zugleich meine professionelle Verantwortung als Tierkommunikatorin übernehme und nahbar bleibe. Bewusstsein ist der Wert, der die Qualität meiner Tiergespräche besonders macht. Eine liebe Kundin von mir bringt es auf den Punkt:

„Ich habe schon einige Tiergespräche machen lassen, aber deine sind besonders. Du bist so dicht dran am Tier und gleichzeitig selbst so „draußen“. Ich weiß zu Hundertprozent: das sind meine Pferde und du mischt nichts von dir hinein. Und die Worte, die du wählst, gehen einfach mitten ins Herz.“

Mein Wert Nr. 3: Empathie

Ohne Empathie ist es nicht möglich, ein Tiergespräch zu führen. Es ist wichtig, mit der eigenen Intuition verbunden zu sein und Feingefühl zu besitzen, um eine tiefe Verbindung mit dem Tier eingehen zu können. Die innere Verbindung ist die Basis des telepathischen Tiergesprächs. Eine andere Kommunikationsebene haben wir nicht, wenn wir auf Distanz mit Tieren sprechen. Einfühlungsvermögen, Gespür und ein entwickelter sechster Sinn sind die wichtigsten Qualitäten einer Tierkommunikatorin. Objektivität und Erspüren schließen einander aus – wir können einfach nicht gleichzeitig neutral und gefühlvoll sein.

Tiergespräche sind emotional

Im Tiergespräch begegne ich Tieren unmittelbar. Feinfühligkeit ist ein wichtiger Wert und der Weg zu einem tieferen Verständnis.

Meine Hochsensibilität bringt einige Vorteile für die Tierkommunikation mit sich. Ich lese oft zwischen den Zeilen, höre Zwischentöne, nehme ‚Vibes‘ intensiv wahr – die Regler auf meinem emotionalen Mischpult sind sehr weit nach oben geschoben. Ich spüre feinste Schwingungen und Stimmungen, was mich im Alltag häufig irritiert, weil die Dinge anders scheinen als sie ausgesprochen werden. Im Tiergespräch aber ist dieses Einfühlungsvermögen eine meiner größten Stärken. Denn Tiere lügen nicht, spielen nichts vor, verstellen sich nicht.

Mein stärkster Wahrnehmungskanal in der Tierkommunikation ist die emotionale Ebene, auf der ich mit großer Intensität empfange. Ich kann die Gefühle des Tieres spüren, als wären es meine eigenen, und sie auf diese Weise anschaulich und umfassend beschreiben. Meine Bewusstseinspraxis hilft mir dabei, mich nicht überwältigen, sondern die Emotionen des Tieres durch mich hindurch fließen zu lassen. Empathie ist mir ein wichtiger professioneller, aber auch persönlicher Wert. Es bedeutet mir viel, Tieren und ihren Menschen mit meiner Hochsensibilität zu mehr gegenseitigem Verständnis und einer besseren Beziehung verhelfen zu können.

Warum Empathie so ein wichtiger Wert ist

Wann sind wir in einem Gespräch besonders emphatisch? Nicht wenn wir uns um Objektivität bemühen, sondern wenn wir zugewandt, aufmerksam und präsent sind. Wenn wir ein aufrichtiges Interesse an unserem Gegenüber und dem Gesprächsthema zeigen. Wenn wir selbst ähnliches erlebt haben oder Anknüpfungspunkte an unseren eigenen Erfahrungshorizont finden. Wenn wir Mitgefühl entgegenbringen können, weil wir selbst mit unseren eigenen Gefühlen verbunden sind und ihnen Raum geben. Wenn uns das Wohl unseres Gesprächspartners am Herzen liegt.

Empathie schenkt meinen Tiergesprächen Freiheit. Sie nimmt ihnen den Interviewcharakter und gibt ihnen Tiefe. Durch meine Empathie fühlen sich meine Gesprächstiere in ihrer Persönlichkeit wahrgenommen und entwickeln Vertrauen. Sie beantworten nicht nur Fragen, sondern geben tiefe Einblicke in ihr Denken und Fühlen. Empathie hilft mir, meine Tiergespräche mit Herz und Verstand zu führen, sie sanft und liebevoll zu leiten, individuell auf das Tier einzugehen und eine Gesprächsatmosphäre zu schaffen, in der sich das Tier wohl fühlt. All das hat in jedem wortbeflügelten Tiergespräch Platz und gibt ihnen ihre besondere Gesprächsqualität.

Fazit: Ein magisches Trio für eine tiefgründige Tierkommunikation

Die drei Werte Empathie, Bewusstsein und Authentizität gehen für mich Hand in Hand in einer achtsamen, wertschätzenden und offenen Tierkommunikation. Zusammen machen sie Tiergespräche tiefgründiger, dem Tier zugewandter und horizonterweiternder.

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🩵 Möchtest du mehr über die Tierkommunikation und meinen Ansatz erfahren? Stöbere in meinen Blogartikeln:

Was ist Tierkommunikation?

7 Gründe, warum ich Tiergespräche liebe

2 Kommentare zu „Meine 3 wichtigsten Werte in der Tierkommunikation: Authentizität, Bewusstsein, Empathie“

  1. Das ist so nachvollziehbar und anschaulich erzählt und erklärt und auch im Umgang zwischen Mensch und Mensch der richtige Weg. Danke.

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